Wiedereröffnung des astronomischen Observatoriums

Am Freitag, den 29. November, fand in Boulogne, San Isidro, die Wiedereröffnung der schuleigenen Sternwarte statt.

(Übersetzung von Bernd Rohwedder)

Vor 300 Zuschauern wurde die Wiedereröffnung des astronomischen Observatoriums der Goethe-Schule feierlich begangen. Dank einer gemeinsamen Initiative unseres ehemaligen Schülers Bruno Mastropietro, des Physiklehrers und ebenfalls ehemaligen Schülers Dr. Bernd Rohwedder und eines sehr engagierten Vaters, Andrés Vattuone, wurde nach einer mehrjährigen Pause die beobachtende Astronomie wieder zum Leben erweckt. Die relevante Infrastruktur im Schulgebäude wurde aktualisiert und in der Beobachtungskuppel steht nun ein hochkarätiges, modernes Linsenfernrohr.

Diese mit der charakteristischen grünen Patina überzogene Kupferkuppel, aus der man heraus windgeschützt den Himmel beobachten kann, ist das einzig verbliebene architektonische Relikt jenes Gebäudes, in welchem die Goethe-Schule einst untergebracht war, bevor sie vom Stadtteil Belgrano nach Boulogne umzog. Die Kuppel war im Rahmen der großen Gebäudeerweiterung des Jahres 1934 wie eine Krone auf das Dach der damaligen Goethe-Schule montiert worden. Und als Ganzes wurde sie dann später abgenommen, in die Horqueta transportiert und somit vom Abriss gerettet. Technisch befindet sie sich in einwandfreiem Zustand.

Unter den geladenen Gästen, die an der Wiedereröffnung der Schulsternwarte teilnahmen, befanden sich Verónica Espino, Leiterin des Planetariums der Stadt Buenos Aires; Gabriel Bengochea, Präsident des Club de Astronomía Ingeniero Félix Aguilar (CAIFA), Kosmologe und CONICET-Forscher am Instituto de Astronomía y Física del Espacio (IAFE); Claudio Pietrasanta und Ariel Cruz von der Asociación Argentina de Amigos de la Astronomía (ASARAMAS), Rodolfo di Peppe, Leiter der Astronomieabteilung des Colegio Nacional de Buenos Aires; Germán Folz und Diego Giraudi vom Astronomischen Observatorium des Colegio San José; Sebastián Otero, Berater der American Association of Variable Star Observers (AAVSO); Enzo de Bernardini, Astrofotograf, Autor von Astronomiebüchern und Herausgeber der Sur Astronómico-Webseite; César Brollo, Spezialist für Teleskop-Optik; und die Astrofotografen Andrea Anfossi, Emilio Primucci, Pablo Cirielli, Gastón Ferreirós und Alejandro Tombolini.

Das neu installierte Teleskop eignet sich ideal zur Astrofotografie so genannter Deep-Sky-Objekte. Es ermöglicht ebenso die Beobachtung von Planeten, Monden und Bedeckungsphänomenen. Sogar die Sonnenoberfläche kann dank geeigneter Filter untersucht werden. Nach der Kalibrierung entsprechender, bereits vorhandener Farbfilter wird das System auch zur wissenschaftlichen Lichtmengenmessung (Fotometrie) von Sternen geeignet sein. Beim Minor Planet Center (MPC) der Internationalen Astronomischen Union (IAU) wird daraufhin ein ofiizieller Sternwarten-Code für die Schule beantragt werden.

Im Jahr 2020 wird es weitere Neuigkeiten zu astronomischen Aktivitäten und Projekten an der Goethe-Schule geben, die rechtzeitig in den sozialen Netzwerken der Schule und unter www.goethe.edu.ar kommuniziert werden.

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