Digitalisierung

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Die Virtualität wird immer wichtiger im schulischen Kontext. Die Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von IT-Tools ermöglicht die Kompetenzen und Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Technologien aufzubauen, zu bekräftigen und zu entwickeln, wobei folgende Ziele im Vordergrund stehen:

Impulsgeber: Die Schülerinnen und Schüler hinterlassen ihre Spur in einer Gesellschaft, die zunehmend von Kommunikation geprägt ist, die auf der Zusammenarbeit mit lokal und global verantwortlich handelnden Personen beruht.

Autonom Lernende: Die Schülerinnen und Schüler nutzen kritisch eine Vielzahl von Ressourcen unter Verwendung digitaler Werkzeuge, um für sich und andere ihr Wissen zu erweitern, Neues zu gestalten und bedeutsame Lernerfahrungen zu machen.

Fähige Lernende: Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Vorteile der Technik, um sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden und eine aktive Rolle bei der Auswahl, dem Erreichen und der Demonstration von Kompetenzen in Bezug auf ihre Lernziele zu übernehmen.

Digitale Verantwortung: Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Rechte, Pflichten und Möglichkeiten, in einer digital vernetzten Welt zu leben, zu lernen und zu arbeiten; sie gehen mit einem guten Beispiel voran und handeln entsprechend auf eine sichere, rechtskonforme und ethische Weise.

Systematisch Denkende: Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und verwenden Strategien, um Probleme zu verstehen und zu lösen, indem sie technologische Methoden zur Analyse, Entwicklung und Prüfung von Lösungen nutzen.

Kreativ kommunizierend: Die Schülerinnen und Schüler drücken sich klar und doch kreativ aus, indem sie die für ihre Ziele geeignete Plattformen, Sprachen, Werkzeuge, Stile, Formate und digitalen Medien verwenden.

Global zusammenarbeitend: Die Schülerinnen und Schüler nutzen digitale Tools, um ihre Horizonte zu erweitern und ihr Lernen zu bereichern, indem sie mit anderen kooperieren und effektiv in Teams arbeiten, sowohl auf lokaler wie auch auf globaler Ebene.

Innovativ und kreativ: Die Schülerinnen und Schüler identifizieren und nutzen neuaufkommende kulturelle Praktiken, um kreativ Neues zu erschaffen, Ideen umzusetzen, Prozesse oder Projekte durchzuführen, Wissen und Kreativität durch die Aneignung digitaler Technologien auszubauen, um zu eigenen gewinnbringenden und innovativen Lösungen zu gelangen.

 

1. Phase: 2019 - 2020
  • Die Neugestaltung der Rolle der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler
  • Pluralisierung des Lernangebots
  • Suche nach bildungsbezogenen Innovationen 
  • Bildung von Lerngemeinschaften
  • Entwicklung von Fertigkeiten und Kompetenzen
  • Fortbildungsplanung für das Personal
2. Phase: 2020 - 2021
  • Die Einführung von virtuellen Klassenzimmern  
  • BYOD für Schüler/innen ab der 5. bis zur 12 Klasse
  • Investitionen für die Ausstattung und den Gerätekauf für Lehrkräfte und Schüler*innen
  • Bereitstellung von IT-Ressourcen und IT-Unterstützung für Lehrkräfte
  • Durchführung von Fortbildungen für das Personal
  • Zusammensetzung der Bewertungsmatrix für digitale Lernfähigkeiten und Lernkompetenzen (Medienkompass)
  • Bewertung der digitalen Ressourcen
  • Einrichtung einer Ressourcen-Plattform für Lehrkräfte
  • Einstellung eines Koordinators/einer Koordinatorin für digitale Lerninhalte 
  • Anschaffung einer neuen Mathematikplattform für Schüler/innen.
3. Phase: 2022 - 2024
  • Einführung eines Lernmanagementsystems (LMS) für eine virtuelle Lernplattform.
  • BYOD ab der 2. Klasse der Primaria
  • Abschaffung der Papierbenutzung
  • Einbindung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Lehrplan
  • Bewertung der Fähigkeiten und Kompetenzen
  • Fortlaufende Lehrerausbildung
  • Beschaffung von Ressourcen für die hybriden Klassenzimmer
Hardware

Für die digitalisieren des Unterrichts ist es unerlässlich, dass sowohl die Schüler*innen als auch die Lehrkräfte entsprechend ausgestattet sind. Um dieses in die Praxis umzusetzen, muss das Medienkonzept Regelungen für diesen Prozess enthalten. Neben den infrastrukturellen Entscheidungen muss auch die pädagogische Ausrichtung stets im Auge behalten werden.

Für die Einbindung dieses Projekts ist es unerlässlich, dass sich die gesamte Schulgemeinschaft – Lehrer, Schüler und Eltern – daran beteiligt.

Die empfohlenen technischen Spezifikationen für eine optimale Arbeit in der Klasse sind die folgenden:

  • Notebook mit einem 14-Zoll-Bildschirm
  • Intel i5 Prozessor oder AMD Ryzen 5 Prozessor der 8. Generation oder höher
  • Solid State Drive (SSD)
  • 8 GB RAM
  • Alu-Gehäuse
  • gute Kamera und Mikrofon
BYOD: Bring Your Own Device

Für den Schulanfang 2021 plant die Goethe-Schule das Digitalisierungsprojekt weiter voranzubringen. Entsprechend unserem Medienkonzept, ist die Ausstattung der Schule und der Schülerinnen und Schüler eine zentrale Voraussetzung dafür, dass wir unsere Ziele in diesem Bereich verfolgen und erreichen können. 

Deshalb werden wir sicherstellen, dass:

  • alle Bereiche der Schule mit WLAN ausgestattet sind
  • die Lehrkräfte erhalten passende Geräte, um mit ihren Klassen digital oder virtuell arbeiten zu können.

Aus diesem Grund haben wir die Basisanforderungen festgelegt, die die Schüler für die Nutzung und Umsetzung des Medienkonzeptes benötigen:

 

  • Im Kindergarten wird die Zahl der schuleigenen i-Pads (Apple) erhöht. Der Fokus wir vor allem auf den Gruppen der Vier- und Fünfjährigen liegen.
  • Für die 1. und 2. Jahrgangsstufe der Primaria wird für jeweils zwei Schülerinnen bzw. Schüler ein (1) schuleigenes I-pad (Apple) zur Verfügung gestellt.

Für die dritten und vierten Jahrgangsstufen wird die Zahl der schuleigenen Netbooks aufgestockt. In diesem Fall wird die gemeinsame und koordinierte Nutzung der Geräte gefördert, damit sie intensiv genutzt werden können.

Für alle anderen Jahrgangsstufen (5. und 6. Klassen der Primaria und alle Klassen der Sekundaria) ist die Einführung von „BYOD“ (Bring Your Own Device) vorgesehen, ein System, das unseren Schülerinnen und Schülern ermöglicht, ihre persönlichen Notebooks in die Schule mitzubringen. Sie lernen und entwickeln ihre digitalen Fähigkeiten sowie die Inhalte der verschiedenen Fächer, um effiziente, aktive, kritische, kreative und verantwortungsvolle Lernende und Nutzer zu werden. 

Es ist keine bestimmte Marke oder ein bestimmtes Modell vorgeschrieben, aber die von jeder Familie ausgewählten Geräte müssen eine Reihe von Mindestanforderungen erfüllen (siehe Hardware oben), die im Hinblick auf eine angemessene Leistung für die akademischen Anforderungen ausgewählt wurden.  

 

Mit der Umstellung auf das BYOD-Modell wollen wir die digitale Alphabetisierung unserer Schülerinnen und Schüler fördern. Dies bedeutet:

  • den Einsatz digitaler Technologien zur Förderung der Lerninhalte.
  • Schülerinnen und Schüler zu stärken, damit sie Lösungen für aktuelle Probleme suchen und eigene Inhalte produzieren.
  • logisches Denken zu entwickeln, um Probleme zu erkennen und zu lösen und um neue, nützliche und kreative Lösungen für alle Bereiche zu schaffen.
  • Verbesserung von Lernprozessen und -ergebnissen durch die Aneignung von Kompetenzen des 21. Jahrhunderts. „Digital Fluency”*.
  • Nutzung der Technologie als Lernmittel, um bei den Schülerinnen und Schüler die notwendigen Kompetenzen zu entwickeln, damit sie in einer vernetzten und sich ständig verändernden Welt zurechtkommen.
  • Nutzung digitaler Tools zur Erweiterung der eigenen Perspektive und Bereicherung des kollaborativen Lernens sowie zur effektiven Teamarbeit auf lokaler und globaler Ebene.
  • Einbindung von Problemlösungsmethoden durch den Einsatz digitaler Technologien
  • Netzwerke und Gemeinschaften aufbauen und das eigene Lernumfeld individuell gestalten
  • Aufbau digitaler Erzählungen und Portfolios. Neue Formen des vernetzten, multimedialen und transmedialen Schreibens und Lesens.

Wenn wir uns auf digitale Technologien als Lerninhalte beziehen, verfolgen wir folgenden Ziele:

  • Erarbeitung eines integrierten Lehrplans, der durchgehend einen einheitlichen Bildungsweg aller Schulstufen ermöglicht.
  • Festlegung von Standards für technologischen Kompetenzen für Schüler sowie für Lehrkräfte. 
  • Förderung einer positiven und verantwortungsvollen Kultur der Technologienutzung, in der die Rechte und Pflichten der digitalen Bürger anerkannt werden.
  • Einbindung innovativer technologischer Ressourcen zur Neugestaltung von Bildungsprozessen
  • Vermittlung der notwendigen Tools um sich in die Arbeitswelt einzubringen.
  • Erwerb von Kompetenzen zum Entwurf von Algorithmen und zum Programmieren mit Computersprachen um Probleme zu lösen.
  • Verwaltung des gesamten Informationszyklus.

Auf diese Weise können wir Lehr- und Lernmethoden erweitern und so die „4K’s“ (Kooperation, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken), die im Mittelpunkt unseres Bildungsauftrags stehen, noch stärker in der Schulgemeinschaft gefördert werden. Das ist unser Weg durch das 21. Jahrhundert!

* Es handelt sich um eine Kombination von Fähigkeiten, die erforderlich sind, um digitale Technologien zu verstehen, auszuwählen, zu nutzen und geschickt zu gestalten. Diese Kombination muss sich mit sozialen Kompetenzen wie die Fähigkeit, mit anderen in Beziehung zu treten und effektiv zu kommunizieren, verknüpfen. Digital Fluency sind die Fähigkeiten, in einer digital vernetzten Welt Informationen effektiv und ethisch vertretbar zu deuten, Zusammenhänge zu erkennen, Inhalte zu gestalten, Wissen zu sammeln und Ideen zu kommunizieren.

Richtlinien zum verantwortungsvollen Umgang mit den Medien

Im Rahmen der Einführung des BYOD-Systems an der Goethe-Schule werden nachfolgend eine Reihe von Richtlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten aufgeführt:

  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen die digitalen Geräte, die Eigentum der Goethe-Schule sind oder ihre eigenen, verantwortungsbewusst und nur für Unterrichtszwecke, in den Bereichen, zu den Zeiten und zu den Zwecken, die von den verantwortlichen Lehrkräften vorgegeben werden. Die Schülerinnen und Schüler loggen sich mit einem ihnen zugewiesenen Benutzername und Passwort ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler haben nur zu Lernzwecken auf die in der Goethe-Schule verfügbaren Datennetze Zugriff. Die Schülerinnen und Schüler melden sich mit einem ihnen zugewiesenen Benutzernamen und Passwort an.
  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass Gaming kein Lernen und keinen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie darstellt, selbst als Freizeitgestaltung nicht. Eine Ausnahme ist, wenn die verantwortliche Lehrkraft, die als „Gamification“ bezeichnete Methode anwendet, bei der Unterrichte mit Einsatz von Spielen durchgeführt werden.
  • Die Geräte müssen während der Nutzung stets stumm geschaltet sein, außer wenn der Ton Bestandteil des laufenden Unterrichts ist. In jedem Fall wird die Verwendung eines eigenen Kopfhörers empfohlen.
  • Die Schülerinnen und Schüler dürfen ihre Geräte zum Aufnehmen, Übertragen oder Veröffentlichen von Foto-, Video- oder Tonaufnahmen, die auf dem Schulgelände ausgeführt wurden, nur dann verwenden, wenn sie von der für den Unterricht verantwortlichen Lehrkraft dazu angewiesen werden. Digitale Aufzeichnungen dürfen nicht ohne die ausdrückliche Einwilligung aller aufgezeichneten Personen und nur für Bildungszwecke auf den von der für den Unterricht verantwortliche Lehrkraft angegebenen Plattformen veröffentlicht werden.

Sicherheits- und Datenschutzempfehlungen

  • Die Schülerinnen und Schüler sind verantwortlich für die digitalen Geräte der Goethe-Schule, die ihnen für eine bestimmte schulische Aktivität zugewiesen wurden. Außerdem müssen sie alle beim Erhalt des Geräts festgestellten Probleme melden und es im selben Zustand zurückgeben, wie sie es erhalten haben.
  • Die Schülerinnen und Schüler sind für die Pflege und die sicherheitstechnischen Aspekte ihrer eigenen digitalen Geräte verantwortlich.
  • Die schülereigenen Geräte, müssen in den Zeiträumen, in denen sie nicht benutzt werden, ausgeschaltet und gesichert werden. Die Schülerinnen und Schüler verpflichten sich, ihre Geräte nicht unbeaufsichtigt zu lassen und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Wenn sich das Gerät auf den Schultischen befindet, wird aus Sicherheitsgründen die Verwendung von Sicherheitsbändern empfohlen.
  • Die Schülerinnen und Schüler melden sich bei der Benutzung eines digitalen Schulgeräts mit einem Benutzernamen und einem Passwort an. Sie sind verantwortlich, dass weder ihre persönlichen Daten noch die anderer weitergegeben werden und müssen sich am Ende der Arbeitssitzungen wieder ausloggen. Die schülereigenen digitalen Geräte, sollten passwortgeschützt und bei Nichtbenutzung gesperrt werden. Es ist ratsam die Schutzhüllen mit den vollständigen Namen des Schülers/der Schülerin und vorzugsweise mit zusätzliche Identifizierungshinweisen wie Aufkleber zu kennzeichnen.

Richtlinie für technische Unterstützung

  • Das IT-Teams ist für die laufende Wartung und die Reparatur der schuleigenen Geräte des Goethe-Schule zuständig. Dies umfasst die iPads, Notebooks und Netbooks sowie die IT-Infrastruktur für die Datenübertragung.
  • Die Schülerinnen und Schüler sind für die laufende Wartung ihrer eigenen digitalen Geräte verantwortlich, sowohl für die Hardware als auch für die Installierung und Konfiguration der Software.
  • Das IT-Team stellt den Schülerinnen und Schülern alle notwendigen Informationen für den Zugriff auf die öffentlichen Datendienste der Goethe-Schule zur Verfügung, z. B. für den Zugang zum WLAN-Netz.
  • Im Falle eines technischen Problems eines schülereigenen Geräts leistet das IT-Team Hilfestellung zur Lösung des Problems, darf aber das Gerät nicht bedienen.